Archiv der Kategorie: Australien 2016

Mission Beach

Ich habe in meinem Leben viele Strände und Küsten gesehen. Da waren steinige, sandige und auch viele Steilküsten.
Immer wieder hab ich gesagt das dies doch der schönste war, den ich bisher sah.

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Seit ich Mission Beach gesehen habe steht allerdings mein Weltbild von Stränden Kopf. Das ist einsame Korallenbucht mit schneeweißem Sandstrand, dahinter Kokospalmen und tropischem Regenwald. Alles natürlich unaufgeräumt und natürlich ohne Müll.

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Den Spaziergang hats noch gereicht über Nacht allerdings Regen. Und das hält am Vormittag auch weiter an, dass wir beschließen den australischen Nationalfeiertag in Cairns zu feiern.

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Also Tschüss Traumstrand. Aber was will man erwarten kaum  20 Kilometer entfernt vom größten Regenloch Australiens.

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Gegen nachmittag zeigt sich hier dann auch die Sonne und wir verschwinden nach dem Städtetrubel auf einen ruhigen Campingplatz.

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Doch der Trip ist für uns noch nicht zu Ende. Wir wollen nochmal ins Hinterland. Also wieder früh raus. Über 20 Kilometer enge steile Straße bergauf fahren wir in die Atherton tablelands. Hinter denen befindet sich die fast verlassene Minenstadt Irvinbanks.

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Irvinbanks hat bis 1980 ungefähr 20 Prozent des weltweiten Zinnbedarfs produziert. Einst lebten dort in der Stadt und drumherum 6000 Leute. Heute noch ungefähr 120.

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Irvinbanks ist heute ein gottverlassener Ort inmitten bergigem trockenem Buschlands. Man spürt dem Blues der Historie, der Einsamkeit der Menschen, die von Regenwasser leben weil die Flüsse und Grundwasser durch natürlichem Arsen und Grünspan vergiftet sind. Und trotzdem leben auch junge Familien mit Kindern dort. Selbst eine Schule ist in Betrieb.

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Auf dem prallvoll gefüllten Mangobäumen leben wilde Papageien und Kookaburras. In den Bächen Gänse und zuweilen springt ein Känguru über die Straße.

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Ein Dorfbewohner hat in dem Haus des damals reichsten Einwohners ein Museum eingerichtet.

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Nach dem AbendBBQ noch in den  Vollsortimentler mit Pub und Zapfsäule.
Sprit ist hier wichtig. Die Zufahrt zum Dorf ab Watsonville sind 14 Kilometer Piste mit unzähligen Hügeln und Tälern die alle Überfutungswarnungen haben.

Im Pub scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Outback Romantik gepaart mit wildem Westen. Fehlt nur noch der Marlboroman der sein Pferd vorn anbindet, in den Spucknapf speit und nach Whisky schreit.

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Ein ausführliches nettes Gespräch mit dem Wirt lässt uns genüsslich auf dem kostenlosen Campingplatz schlafen.
Wer Australien wirklich bereisen möchte,  darf nicht nur die Oper in Sydney fotografieren.  Nein solche Orte muss er besuchen,  die überaus freundlichen Menschen kennen lernen und die Ruhe des Kontinents in sich aufnehmen.

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Der nächste Tag führt zurück über die Atherton tablelands nach Cairns wo wir noch bei Jacques Kaffeeplantage Halt machen und seinen Kaffee genießen.

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Die letzten zwei Nächte verbringen wir in Palm Cove auf dem Campingplatz mit abendlichen shopping Abstecher in Cairns. Die Tage faulenzen am Strand und langsam die Abgabe unsres mittlerweile lieb gewonnenen Maui Campers vorzubereiten.

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Samstag den 30. Januar fliegen wir nach Sydney zu Danutas Jugendfreundin Benita und eine Woche später noch nach Singapur zu einem 3 tätigen Stopover. Dann in den Winter zurück nach Germany.

Dieser fast vierwöchige Trip quer durch Australien, fast 9000 Kilometer

von meim Chef ……

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Wieder an der Küste entlang

Gemütlich schauen wir uns Townsville an, den Ethno botanical trail, gehen auf einen Sonntagsmarkt und fahren gemütlich weiter.  Die Landschaft ist grün, tropisch und wirkt so unheimlich ruhig und Stressfrei.

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Wir wollen nach Paluma, wo man anscheinend in Wasserfällen baden gehen kann. Als wir am Badeplatz keinen Parkplatz finden fahren wir erstmal hoch. Ein kleiner Ersatz für den Wasserfall soll erstmal ein Lookout sein und dann noch ein paar Kilometer weiter zu Fuß zu einem anderen durch urigen Regenwald.  Und wie es der Teufel so will, treffen wir in der einsamen Wildnis Yvonna. Sie ist in Polen geboren, in Australien aufgewachsen und hat 13 Jahre in USA gelebt.  Jetzt zieht sie zu ihrer Schwester nach Australien.  Einen Badeplatz gab’s dann auch noch.

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In einem tropischen Garten gehen wir mit ihr anschließend unter bunten Papageien Kaffee trinken. 

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Den Abend verbringen wir auf einem 24h Parkplatz an dem man sich eigentlich der Abendstille hingeben könnte, wenn der liebe Gott nicht die Italiener erfunden hätte.

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6 Uhr morgens geht unsre Tour weiter, über einen lustigen Friedhof, frühstücken an einem Südseestrand, treiben weiter nach Tully, der Stadt mit dem Niederschlagrekord Australiens. 1950 hat es da in 48h 7900mm/qm geregnet.  Als Andenken steht dort heute ein begehbarer Gummistiefel;  7 Meter 90 hoch.

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Mission Beach ist unser Tagesziel. Eigentlich erwarten wir Urlaubstrubel pur.  Doch was wir hier antreffen……..

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Das kommt im nächsten Beitrag

von meim Chef ……

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Südsee

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Natürlich sitzen wir schon ein paar Tage nicht mehr jeden Tag stundenlang hinterm Lenkrad und genießen die Welt. Wir sind längst wieder in der Zivilisation angekommen. 

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Queensland empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein, am späten Nachmittag durchsetzt mit einigen Regenfällen. Doch es wird zunehmend trockener. Der Thermometer nähert sich wieder der 40 Grad Grenze.

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Wir passieren die Minenstadt Mount Isa und Übernachtung auf einem 24h Parkplatz wieder fast allein in der Wildnis in brütender Hitze. Doch auch bei Nacht sind schon mehr Fahrzeuge unterwegs als in den letzten Wochen. Ein untrügliches Zeichen, daß in Ostaustralien mehr Menschen leben wie an der Westküste oder im Norden.

Selbst das Telefonnetz wird besser. Übrigens Telefontip : abzuraten sind alle Provider außer Telstra. Selbst im entlegensten Dschungel gibt’s oft noch Internet. Vodafone geht hinter den Ortschildern der großen Städte meist nimmer.

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Fast baumlose Ebenen zieren das Blickfeld, das wie so oft die einsame Weite zeigt. Immer häufiger kommen Eukalyptusbäume vor.

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In Julia Creek sehen wir eine verladefertige Rinderherde.
Die Ortschaften werden gepflegter und hier und da steht nach den vielen tausend Kilometer wieder mal eine Überholspur zur Verfügung oder in den Ortschaften gar eine Ampel oder ein Kreisverkehr.

Wir bunkern in dem hübschen Städtchen Charters Towers und begeben uns zum Endspurt Richtung Küste.

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Nach 7800 Kilometern erreichen wir in Townsville den pazifischen Ozean. Tropische Schwüle empfängt uns. Nach der langen Fahrt gibt’s erst mal Pause auf einem schönen Campingplatz mit Pool gegenüber des Strandes.

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Doch die Ruhe hält nicht wirklich lange. Ein Tag später besichtigen wir die vorgelagerte Magnetic Island. Den Namen hat das Urlaubseiland von keinem geringen als James Cook, der in deren Nähe wohl Probleme mit seinem Kompass hatte und seine Ablesefehler dem angeblich magnetischen Gestein der Insel zuschrieb. Was natürlich ein flax war.

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Zu der Insel kommt man mit der Personen und Autofähre. Wir haben das Auto stehen gelassen und den Inselbus genommen.

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Erster Halt: das Wildlife sanctuary.
Die haben Papageien,  Eidechsen,  Schlangen, Krokodile und Wombats.
Ach ja Koalas haben sie auch noch drei.
Leider ein ziemlich schlecht gemachter Streichelzoo mit Erläuterungen des dortigen Personals.

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Nächster Halt: Strand mit Palmen mit Fisch und Chips. Auch nichts Weltbewegendes und am Schluss noch eine schöne Wanderung an der Küste entlang.  Es war ein wunderschöner Tag für uns allein mal ohne unser Auto. ….

von meim Chef ……

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Unendlich

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Wenn ich so auf dem Highway vor mich hin fahre, so auf der letzten Strecke durchs Outback, vor mir die schnurgerade Straße. Nicht weit auf dieser langen Endlose spiegelt sich die flimmernde Hitze, als wäre die Straße überflutet.

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Mir fallen die letzten Wochen ein, in der wir gelernt haben was Weite ist. Faszinierende Landschaften, mal dürr und ausgetrocknet, mal grün und saftig wie bei uns im Frühsommer.

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Die Wolken malen ein Bild, das der Landschaft die Unendlichkeit verleiht.
Ob Regenwolke  inmitten blauer Himmelslücken oder strahlend blauen Himmel. Dann wieder Rauch; mal entfernt, mal ist das Feuer, das hier zur Natur, zum Leben und Überleben gehört bei uns direkt am Straßenrand.

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Vielerorts ist dieser gesäumt von Skeletten verblichener Kreaturen, die vielleicht auf diese Weise kein Ende finden sollten.

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Auf der Straße kommen dir Roadtrains entgegen,  53 Meter lang, chromblitzend, angsteinflössend in der Sonne.

Glitzernd auch die Bäche, Flüsse und Überschwemmungen, die Mutter Natur in dieser Einöde schafft.

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Die ständig wechselnden weiten Landschaften haben in mir ein Bild geschaffen, das ich ganz bestimmt nie wieder vergesse und von der Ruhe ich hoffentlich lange Zeit zehren werde. Diese Erinnerungen sind ein Teil der zu mir gehört- ein Stück Heimat.

von meim Chef ……

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Ins Zentrum aus der Not heraus

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Eigentlich könnten wir etwa 200 Kilometer südlich von Katherine nach Osten abbiegen, wenn da nicht die etwa 400 Kilometer lange Waschbrettpiste wäre. Diese würde vermutlich 2 Tage in Anspruch nehmen und außerdem hätten wir dort keinen Versicherungschutz. Also ab nach Süden zu den Fliegen des Outbacks.
Direktion Alice Springs und 500 Kilometer davor bei Tennant Creek über den Highway 2 und 6 nach Townsville zur Küste.  1800 Kilometer. Lange Kilometer, denn die touristischen Sehenswürdigkeiten halten sich hier in Grenzen.

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Nicht gleich,  denn zuerst führt unser Weg nach Norden zu einem Wasserfall im Nitmiluk Nationalpark. In dem man wohl vor kurzem noch schwimmen konnte. Doch scheinen sich dort nach dem kürzlichen Hochwasser Salzwasserkrokodile wohl zu  fühlen……Also Badeverbot.

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In der alten Goldgräberstadt mit historischen Gebäuden, Geräten und Zügen verbringen wir die Nacht. Die Ortschaft nennt sich Pine Creek. Wir plaudern mit einem Aboriginal, erleiden abends Stromausfall und genießen unsre gegrillten Lammfilets.

Wir beschließen in den nächsten Tagen viele Kilometer zu machen und nicht mehr allzu viele Abstecher zu machen. Ausser was nur noch direkt an der Strecke liegt.

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Nochmal vorbei an Katherine 100 Kilometer südlich in Mataranka gibt’s heiße Quellen. Zumindest heißt das „Hot springs“. In einem Palmenwald, in dem es kürzlich gebrannt hat, fließt ein mystischer glas klarer Bach.

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Erst als wir eine Frau drin schwimmen sehen, trauen wir uns in die Badeklamotten. Und werden belohnt.
Zwar schwimmen wir gegen den Strom, von der Wärme der heißen Quellen bekommen wir vielleicht nur noch geschätzte 30 Grad ab. Erfrischend ist es dennoch.

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Wir haben eigentlich jeden Tag morgens strahlenden Sonnenschein und ab dem Nachmittag kommen mal mehr oder weniger starke Schauer oder Gewitter runter.

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So nehmen wir die Asphaltstraße rechts weg zu einem historischen Pub in Daly Waters. Den gibt’s schon seit 1930. Dort wurde ein Film gedreht.: 45 minutes to Darwin, falls den jemand kennen sollte.
Das 16 Einwohnerdorf besitzt sogar einen Flughafen. Dies war der erste internationale Airport in Australien.

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Im Roadhouse „Renner Springs“ gibt’s Steaks und Übernachtung,  bevor wir dann morgen weiter reifeln.

von meim Chef ……

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Im Outback

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Haben wir wieder einmal auf einem 24h Parkplatz übernachtet. Es ist schon traumhaft, der Stille zu zuhören.
Die Sonne im Abendlicht versinken zu sehen.
Um uns herum nur Natur. Papageien, Zikaden, Frösche und allerlei anderes Getier beenden Ihr Abendkonzert mit zunehmender Dunkelheit. Die Sichel des Mondes blickt zwischen den noch übrigen Abendwolken hindurch und ein unglaublich vielfältiger Sternenhimmel tut sich auf…..Jetzt……hier kann man nur romantisch werden.

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……Weiter

Wir fahren an der Argyle Diamantenmine vorbei. Leider blitzt uns kein 48 Karäter vom Straßenrand entgegen. Also genießen wir die Grotto Schlucht mit eindrucksvollen Wasserfällen im Morgenlicht. Es ist erst kurz nach sieben.  Unser Tagesrhythmus hat sich auf die örtlichen Lichtverhältnisse eingestellt. Wir stehen bei Sonnenaufgang um halb 6 auf und gehen vor 10 schlafen. Wir erleben hier eine wahre Lichttherapie.

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Kunnunura heißt unser Ziel. An einer großen Staustufe eines Flusses halten wir an. Wie wir später erfahren sollten, sind unterhalb des Dammes die Salzwasserkrokodile und oberhalb die Süßwasserkrokodile – dort ist auch ein Badeplatz!

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Um neun Sonntag morgen suchen wir in der Ortschaft  (man sagt hier Kleinstadt 3000 Einwohner ) eine offene Bar vergeblich bis wir an der Tanke bei einem jungen Deutschen zwei Kaffee to go erstehen. Auch einer jener junger Leute die mit diesem “ work and travel“ Visa  ein Jahr lang Australien bereisen.

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Unser Weg führt uns nach dem Besuch des Mirima Nationalparks zum Lake Argyle. Der „Argie “ ist der größte Stausee Australiens. Er liegt zwischen Bergen eingebettet in einer rauhen, trockenen, unwirtlichen Landschaft.

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Wir gehen baden im See. Dieser ist herrlich warm. In Anbetracht dass ich danach an meinem Artikel weiter schreibe, waren die Krokodile wohl entweder gerade satt oder woanders.

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An der weiteren Strecke fahren wir an jedem Fluss von der Straße runter um nach Krokodilen Ausschau zu halten.
Selbst unser Nachtplatz 20 Meter enfernt vom Fluss lässt sie nicht zu uns raus schauen. Wieder einmal übernachten wir allein auf einem Campingplatz. Auf der Terasse, wir beim dinieren, um uns herum Kröten die sich selbst zum Fliegen und Käferfressen eingeladen haben. 20 Meter entfernt der mit tropischem Regenwald bewachsene dunkle Fluss mit den hungrigen bis zu 11 Meter lang werdenden gierigen Salzwasserkrokodilen…..Der Campingplatzwart meinte noch wir sollten nicht näher als 10 Meter ans Wasser gehen.     Und wir allein dort- Spagettiessend…..

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Das Bild ist vor lauter Angst verwackelt.
Zum Glück hatten wir was zum Trinken dabei

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Und die Kröten. …..

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Der kommende Tag führte uns nach Katherine. Geburtsstadt von Cadel Evans. Er hatte dort genau 3 Möglichkeiten den Radsport zu trainieren: Die Straße nach Norden, die Straße nach Westen und nichtsdestotrotz konnte er auch mal nach Süden fahren und wieder zurück. Und gewann damit die Tour de France!  Aussie halt.

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Katherine ist eine Stadt mit 11000 Einwohnern. Versorgungszentrum für den Umkreis von 200 Kilometern und mehr.  Wir bunkern und ………gehen viele neuen Dinge entdecken. …..bis zum nächsten Blog

von meim Chef ……

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Further up on the road

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Kurz bevor es auf die Strecke ging, meinte noch eine nette Frau zu uns, wir sollten doch ganz ruhig hier alles angehen. Sie sagte : „it’s Broome time, no worries!“

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Wir wenden uns vom Meer ab und wollen den Kontinent nach Osten durchqueren. Unser erstes Ziel auf der über 4000 Kilometer langen Strecke ist der Prison tree bei Derby. Der Baum könnte laut Forschern mehrere tausend Jahre alt sein. Prison tree weil früher die Kolonialherren mit Ihren einheimischen Gefangenen dort rasteten auf dem Weg zum nahegelegenen Knast.

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Wir durchqueren bei 37 Grad im Schatten immer grüner werdendes Buschland. Vereinzelt säumt verblichenes Vieh den Straßenrand. 
Unsre Tagesetappen werden länger,  doch immer wieder können wir nette Aussichtspunkte genießen.

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Wir übernachten in Fitzroy Crossings bei einer netten Familie  mit vielen Fröschen, die in den offenen  Abwasserrohren des Campingplatzes leben und sich durch die Rohre schallverstärkend bemerkbar machen.

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Der nächste Morgen beginnt im Geiste Gorge Nationalpark. Auf der Zufahrt sehen wir viele kleinere Kängurus. Der Park gehört uns. Wir sind die einzigen Besucher. Nach einer Wanderung; wir trampeln über den Boden wegen der Schlangen; erreichen wir einen Fluss mit steilen Felswänden am anderen Ufer. 

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Vorbei an landschaftlich traumhaften Nationalparks versuchen wir zu einem sehenswerten Felsen zu kommen Namens China Wall. Leider war die Zufahrt eine Off road Piste, do dass sich durch das Geholpere unser Küchenschrank entleert hat. An der überfluteten Straße haben wir dann aufgegeben.

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Spätestens jetzt ist uns bewusst, dass wir das falsche Fahrzeug haben. Das nächste Mal lassen wir das mit Toilette und Dusche lieber sein und nehmen einen 4WD mit Schnorchel.

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Im nächsten Blog Berichte ich über die weitere Strecke bis Katherine

Further up on the road weiterlesen

Broome

Eine Stadt die auf jedem Schüleratlas eingezeichnet ist ?
Wir suchen sie fast vergeblich. Das ist mit 13700 Einwohner wirklich nicht mal erwähnenswert. Doch Broome war vor 100 Jahren die Perle der Perlentaucher. Natürlich von chinesischen Perlentaucher. Heute touristisch.
Uns empfangen 37 Grad Wärme und Luft zum Schneiden.
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Von hier aus starten wir ins Landesinnere quer durch den Kontinent nach Cairns. Das sind noch 4000 Kilometer 3400 haben wir bereits hinter uns. Wir liegen im Zeitplan.

von meim Chef ……

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Die erste Zeit – Westküste Perth Broome

Ich weiß ich hinke etwas nach, hatte aber einfach keine Lust was zu schreiben bzw. zu bloggen. Doch nun hat mich der Rappel gepackt.

Also wieder mal Airbus A 380 nach Singapur und in Rekordzeit von 18 Stunden nach Perth.

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Hier erwarten uns die bestellten Wetterbedingungen. Wir kaufen noch am Flughafen unsre Vodafone Telefonkarten, finden einen freundlichen Taxifahrer, der uns dann zur Übernahmestation fürs Wohnmobil bringt. Übernehmen den Luxusschlitten mit dem schwäbischen Stern, gehen noch den Kühlschrank füllen und fahren nach Fremantle. Dort hatten wir letztes Jahr zwar schon gestoppt, etwas aber übersehen: das Denkmal von Bon Scott, „dem“ ACDC Sänger. Leider verstarb er zu früh.

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Wir starten unsre Tour. Vor uns liegen mindestens 6000 Kilometer, niemand weiß was da kommt.
Unser erster Halt sollte der Nambung National Park sein. Eigentlich fehlen seine berühmten „Pickel“ in keinem Australien Prospekt. Da es schon spät wird geht’s erstmal nach Cervantes auf den dortigen Caravan Park.

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Bevor wir am nächsten Morgen in den Park fahren schauen wir noch einen kleinen See mit Stromatoliten an. Die wohl ältesten Lebewesen der Erde. Doch leider bekommen wir nur ein paar Dreckhügel am Ufer zu sehen.

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Wir fahren durch die Pinacle Desert. Zu den Bildern brauche ich glaube nichts zu sagen. Die sprechen für sich.

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Weiter auf der Strecke sehen wir immer wieder weiße Sanddünen. Diese muten eher Schneebergen an und wirken fast schon skurril so inmitten des australischen Outback an.

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Auf weiterer Fahrt der Küste entlang; wir sind fasziniert von der Weite und Leere des Landes; kommen wir an malerischen Örtchen wie

Jurien Bay, Port Dension und Dongara vorbei. Das sind eigentlich meistens keine Ortschaften, sondern nur Blechhütten im Outback.
Wir stoppen viel kommen langsam vorwärts und machen viele Fotopausen.
Immer häufiger stellen wir fest, im Outback angekommen zu sein.  

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Geraldton bietet einen herrlichen Strand mit einem fast nordseeähnlich, heimischen Leuchtturm.  Auf einem Campingplatz mit einer grünen Wiese  verbringen wir die Nacht.

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Weiter geht’s am nächsten Morgen auf dem North West Coastal Highway. Nach einigen Kilometern biegen wir auf eine staubige Piste ab um zu einer historischen Farm aus Siedlerzeit zu gelangen. In der Hitze des Morgens ein traumhafter Ort. Wir besichtigen die Farm und werden von der Betreiberin darauf hingewiesen alle Türen nach draußen zu zumachen, da zur Zeit Schlangenzeit sei…..also erstmal Kaffee und weiter auf dem Highway.

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Highway ist etwas übertrieben für die zweispurige etwas breitere Straße.  Der Standstreifen passt sich der Erde der Umgebung an. Das Land ist größtenteils flach die Straßen meist 20 Kilometer schnurgerade.

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Eine wunderschöne Steilküste und einen pinkfarbenen See nehmen wir noch mit auf dem Weg nach Norden- nach Kalbari. Einmal durch den Touristenattraktion. am Rande des gleichnamigen Nationalparks vorbei und weiter auf dem Highway Richtung Sharkbay.

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Es wird schon wieder etwas später als wir nach über 500 Kilometer Fahrt in Denham ankommen. Die letzten 140 Kilometer kam fast kein Haus mehr. Auch keine drei Autos kamen uns entgegen. Erstmals verspüren wir wie allein wir in einer unendlichen Weite sind, an der nur noch tot gefahrene Kängurus den Straßenrand säumen.

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Der Campingplatz in Denham war auch fast leer. Anscheinend machen die Australier in der Weihnachtszeit eher im Süden Urlaub.

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Monkey Mia! Wir Taucher haben alle schon davon gehört. Delfine am Strand- fast zum streicheln. Die Frau eines Fischers hatte diese vor 30 Jahren angefüttert. Dann kamen die Delfinforscher und dann die Touristen. War nett anzusehen.

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Wir haben dann den Hikingtrail dahinter uns genehmigt. Dumm wie wir waren in „Japanese working boots “ …Sandalen und Flipflops. Bei den vielen Schlangenlinien im roten Sand….

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Weiterfahren nach Carnarvon.  Jetzt Richtung Norden beginnen die tropischen Gebiete. Carnarvon ist eine grüne Oase in dem einsamen Land. Dot werden Bananen angebaut.

Wir folgen dem Highway und biegen am Minija Roadhouse Richtung Coral Bay ab, um nach 25 Kilometern im Outback auf einem 24h Parkplatz zu nächtigen.

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Ein weißer Pkw steht da. Wir packen unsern Grill aus setzten uns hin….und hören Stimmen die Deutsch klingen.  Tatsächlich zwei Mädchen allein hier wo mindestens 60 Kilometer niemand ist außer besagtem Roadhouse. Danuta freut sich,  eine der Beiden ist polnische Herkunft, lebt aber in Deutschland. Und jede Menge wildem Viehzeug.
Wir kommen schnell ins Gespräch. Auf meine Frage an die Beiden ob Sie in Deutschland auf einem Autobahnparkplatz so übernachten würden, kam nur ein „niemals“!

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Das „Dunny“  

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Wir machen einen Besuch in Coral Bay am weltberühmten Ningaloo Riff. Baden sowohl in der Sonne als auch im Wasser.  Leider reicht die Zeit für einen Tauchgang dort nicht aus. Wir haben schon über 600 Mehrkilometer als die direkte Strecke.  Und trotzdem machen wir vor keinem Umweg halt.

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Nationalpark gab’s auf dieser Tour noch keinen. 
Auf dem Weg dorthin wirds langsam wärmer: 41,5 Grad Celsius zeigt das Autothermometer. Es ist schon dunkel als wir bei abendlichen 36 Grad die Minenstadt Paraburdoo erreichen. Über die Tankstelle und unheimlich hilfsbereiten Australiern erfahren wir Wie man in den örtlichen Caravan Park rein kommt. Hier gibt es keine Touristen mehr. Nur noch Eisenerzminen und natürlich die passende Infrastruktur (Flughafen ect.) Nicht wirklich besser ist die Ortschaft Tom Price. Allerdings liegt diese an den Toren des wunderschönen Karijini Nationalparks.

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Diesen durchfahren wir, stellen fest dass das Visitorscenter im Sommer geschlossen ist. Traurig fahren wir halt dann zu einer Schlucht bei 39 Grad im Schatten und finden einen Ort….der seinesgleichen sucht. Einen steilen Weg geht’s hinunter zu den Wasserfällen. Von dort weiter zum nächsten Wasserfall der in einem runden für die Abos heiligen Badepool sich ergießt.
Wir baden im Unteren. 
Ein Gewitter setzt dem Ganzen leider ein Ende.

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Die Straße nach Port Hedland ist nicht sehr spektakulär. Doch die Road trains mit 50 Metern Länge die mit uns fahren und uns entgegen kommen sind atemberaubend. In jeder Hinsicht: Beim Anschauen, beim Staub aufwirbeln und beim Überholen!

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Port Hedland begrüßt uns mit einem hohen schneeweißen Berg. Hier wird Salz gezüchtet und geerntet. Vorbei an den 3 Kilometer langen Güterzügen, die das Eisenerz von den Minen zur See bringen, um es dann in die weite Welt zu verschiffen.

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Nach der Rundfahrt durch die Stadt Campingplatz.  Auch hier scheinen wir einer der ganz wenigen Touristen zu sein.

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Wir besichtigen am nächsten Morgen die Kleinstadt gehen zum Salzberg um unsere Salzstreuer aufzufüllen und begeben uns auf den Weg Richtung Broome. Wir wollen aber nicht so weit fahren. Sind immerhin über 600 Kilometer. Unser Ziel heißt : Eighty Mile Beach. Ist uns vollkommen egal ob das Land oder Seemeilen sind. Unser Mund geht nimmer zu, als wir den Strand sehen. Wir blicken links, wir blicken rechts. Jetzt wissen wir was unendlich ist. Und das Beste zum Schluß: der ganze Strand für uns allein!
Durch 8 bis 10 Meter Gezeitenhub ist das Meer halt auch mal weg.

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Wir beschließen im eighty Mile Caravan Park 2 Nächte zu verbringen.

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Am Strand legen Schildkröten ihre Eier ab. Und wir zur richtigen Zeit. Wir rechnen wann das nächste Hochwasser bei Nacht ist, unternehmen viele lange Strandwanderungen. Braten in der Sonne und können am 13 . Januar sehen wie die kleinen Schildkröten ihr Nest verlassen und ins Meer tatscheln.

Der 14. 1. 2016 wird uns in die Metropole Broome führen.

Weiteres demnächst 

Eure Aussis

von meim Chef ……

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